Beratungseinsatz nach § 37 Abs. 3 SGB XI

Der Pflichtbesuch, den das Gesetz verlangt.

Zur ersten Beratung kommen wir zu Ihnen nach Hause; danach ist auf Ihren Wunsch jede zweite Beratung per Videokonferenz möglich (befristet bis 31.03.2027). Den Nachweis melden wir fristgerecht Ihrer Pflegekasse.

Beratungseinsatz vereinbaren

Kurzes Formular – wir melden uns werktags innerhalb weniger Stunden zurück.

  • Erstberatung bei Ihnen zu Hause
  • Für Sie kostenfrei
  • Nachweis direkt an die Kasse
  • Neutral und unabhängig
Film ansehen · 33 Sek. Pflegeberaterin des Deutschen Pflegebeistands im Beratungsgespräch mit einer Pflegegeldempfängerin am Wohnzimmertisch
Anerkannt nach § 37.3

Kein Prüfbesuch. Keine Begutachtung.

Viele Familien erwarten eine Kontrolle, wenn der Brief der Pflegekasse kommt. Genau das ist der Beratungseinsatz nicht. Er ist eine Hilfestellung, die das Gesetz vorschreibt, damit das Pflegegeld weiterläuft.

  • Ihr Pflegegrad wird nicht angetastet. Über Pflegegrade entscheidet allein Ihre Pflegekasse – auf Grundlage einer Begutachtung, die mit diesem Termin nichts zu tun hat.
  • Der Medizinische Dienst ist nicht dabei. Zu Ihnen kommt eine Pflegefachkraft, die berät – kein Gutachter, der bewertet.
  • Was die Kasse erfährt, bestimmen Sie mit. Bestätigt wird, dass die Beratung stattgefunden hat. Empfehlungen zu Ihrer Pflegesituation gehen nur mit Ihrer Einwilligung mit (§ 37 Abs. 4 SGB XI).
Der Termin

Sehen Sie, wie ein Beratungseinsatz wirklich abläuft.

33 Sekunden statt langer Erklärungen: wer zu Ihnen kommt, worüber gesprochen wird – und was danach an Ihre Pflegekasse geht.

Gesetzliche Grundlage

Was ist ein Beratungseinsatz nach § 37 Abs. 3 SGB XI?

In einem Satz:

Der Beratungseinsatz nach § 37 Abs. 3 SGB XI ist der gesetzlich vorgeschriebene Nachweis und Voraussetzung dafür, dass die Pflegekasse das Pflegegeld weiterzahlt.

Wir übernehmen den kompletten Ablauf für Sie und senden den erforderlichen Nachweis direkt an die Pflegekasse.

Das machen wir beim Termin:

  • Wir schauen uns gemeinsam an, wie die Pflege zu Hause gerade läuft
  • Wir erklären, welche Leistungen der Pflegeversicherung für Sie in Frage kommen
  • Wir halten fest, was als Nächstes zu tun ist – und wer es tut
  • Sie bekommen eine schriftliche Zusammenfassung für Ihre Unterlagen
  • Wir zeigen, an wen Sie sich mit welchem Anliegen wenden können

Wichtige Abgrenzung

Wir leisten keine Rechtsberatung im Sinne des RDG, keine medizinische Diagnostik und keine Vermittlung von Pflegediensten. Unsere Beratung ist fachlich-methodisch, neutral und ausschließlich an den gesetzlichen Vorgaben des § 37 Abs. 3 SGB XI ausgerichtet. Nicht zu verwechseln mit der Pflegeberatung nach § 7a SGB XI: Die ist freiwillig, jederzeit möglich und an keinen Turnus gebunden.

„Der Beratungseinsatz nach § 37 Abs. 3 SGB XI ist Voraussetzung für die weitere Zahlung des Pflegegeldes und gibt Orientierung in der häuslichen Versorgung – ohne Prüfdruck, ohne Kontrolle."

Ihr Team vom Deutschen Pflegebeistand

Für wen der Beratungseinsatz relevant ist.

Tochter im Gespräch mit ihrem pflegebedürftigen Vater im Wohnzimmer
Ob Sie selbst Pflegegeld beziehen oder einen Angehörigen begleiten – der Beratungseinsatz richtet sich an alle, die zu Hause versorgt werden.

Verpflichtend ist der Beratungseinsatz für alle, die Pflegegeld beziehen. Wer ausschließlich Sachleistungen erhält, kann ihn freiwillig abrufen – ebenfalls auf Kosten der Pflegekasse.

Die Fristen richten sich ausschließlich nach Ihrem Pflegegrad. Wir erinnern Sie rechtzeitig an fällige Termine.

Pflegebedürftige

Sie beziehen selbst Pflegegeld und möchten wissen, was Ihnen zusteht und wie die Pflege zu Hause leichter wird.

  • Was Ihnen zusteht
  • Hilfen für die Wohnung
  • Sicherheit im Alltag

Pflegende Angehörige

Sie pflegen Ihre Mutter, Ihren Vater oder Ihren Partner – und tragen die ganze Organisation nebenher mit.

  • Ordnung in die Organisation
  • Entlastung finden
  • Pflege und Beruf vereinbaren

Bevollmächtigte

Sie entscheiden für jemand anderen und brauchen dafür verlässliche Unterlagen und klare Abläufe.

  • Unterlagen sortieren
  • Vorbereitung auf Begutachtungen
  • Planung auf lange Sicht

Sie entscheiden, wer zu Ihnen kommt.

Der Beratungseinsatz ist nicht an Ihren Pflegedienst gebunden – auch dann nicht, wenn die Pflegekasse ein bestimmtes Formular mitschickt. Das Gesetz nennt drei Stellen, die ihn in erster Linie durchführen dürfen. Welche davon, wählen Sie.

Zugelassener Pflegedienst

Der naheliegende Weg, wenn ohnehin ein Dienst bei Ihnen tätig ist. Beratung und Versorgung liegen dann allerdings in einer Hand.

Unser Weg

Anerkannte Beratungsstelle

Von den Landesverbänden der Pflegekassen anerkannt und vom Gesetz ausdrücklich als neutral und unabhängig vorgesehen. Diesen Weg gehen wir – wir verkaufen Ihnen dabei keine Pflegeleistung.

Beauftragte Pflegefachperson

Von der Pflegekasse beauftragt, aber nicht bei ihr angestellt. Vorgesehen nur dann, wenn die beiden anderen Wege vor Ort nicht möglich sind.

Ebenfalls möglich: Auch Pflegeberaterinnen und Pflegeberater nach § 7a SGB XI sowie Beratungspersonen der Kommunen dürfen den Besuch durchführen, sofern sie die nötige pflegefachliche Kompetenz haben (§ 37 Abs. 8 SGB XI).
Nicht zulässig: Betreuungsdienste nach § 71 Abs. 1a SGB XI dürfen den Beratungsbesuch nicht durchführen (§ 37 Abs. 9 SGB XI). Rechtsgrundlage der Auswahl: § 37 Abs. 3b, 7 und 8 SGB XI.

Wobei wir konkret helfen.

Drei Dinge, die beim Beratungseinsatz erfahrungsgemäß den größten Unterschied machen.

Welche Leistungen zusammenpassen

Pflegegeld, Sachleistungen, Entlastungsbetrag, Verhinderungspflege: Manches lässt sich kombinieren, manches schließt sich aus. Wir gehen mit Ihnen durch, was in Ihrer Situation zusammenpasst.

Am Ende wissen Sie, welche Leistung als Nächstes sinnvoll ist.

Was in Ihren Bescheiden steht

Gutachten des Medizinischen Dienstes folgen festen Kriterien. Wir erklären in Klartext, welcher Bereich wie bewertet wurde und warum Ihr Bescheid so ausgefallen ist.

So verstehen Sie, wie die Einstufung zustande kam.

Wer sonst noch unterstützen kann

Tagespflege, ambulanter Dienst, Betreuungsangebote, Selbsthilfegruppen: Wir zeigen, welche Angebote es gibt und wie sie sich sinnvoll ergänzen.

Damit die Pflege zu Hause auch dann trägt, wenn es einmal enger wird.

Ablauf

So läuft Ihr Termin ab.

Ihr Aufwand ist ein Anruf. Terminabsprache, Beratung, Dokumentation und die Meldung an Ihre Pflegekasse übernehmen wir – damit der Nachweis rechtzeitig bei Ihrer Pflegekasse vorliegt.

Pflegeberaterin dokumentiert den Beratungseinsatz für den Nachweis an die Pflegekasse
Ablauf des Beratungseinsatzes in drei Schritten Erstens: Sie melden sich telefonisch oder über das Rückruf-Formular. Zweitens: Eine Pflegefachkraft berät Sie 45 bis 60 Minuten bei Ihnen zu Hause. Drittens: Wir übermitteln den Nachweis fristgerecht an Ihre Pflegekasse, das Pflegegeld läuft weiter. So kommt Ihr Nachweis zur Pflegekasse Sie vereinbaren einen Termin – alles Weitere übernehmen wir. Termin steht wir übermitteln Sie melden sich Anruf oder Rückruf-Formular dauert wenige Minuten Beratung bei Ihnen zu Hause, 45 bis 60 Minuten keine Kontrolle, keine Prüfung Pflegekasse erhält den Nachweis Ihr Pflegegeld läuft weiter fristgerecht – ohne Ihr Zutun So kommt Ihr Nachweis zur Kasse Sie vereinbaren den Termin – den Rest machen wir. Sie melden sich Anruf oder Rückruf-Formular dauert wenige Minuten Termin steht Beratung bei Ihnen zu Hause, 45 bis 60 Minuten keine Kontrolle, keine Prüfung wir übermitteln Pflegekasse erhält den Nachweis Ihr Pflegegeld läuft weiter
Drei Schritte – zwei davon übernehmen wir.
Rhythmus des Beratungseinsatzes Der Beratungseinsatz findet alle sechs Monate statt. Gerechnet wird ab dem Datum Ihrer letzten Beratung. Der Deutsche Pflegebeistand behaelt das Datum im Blick und meldet sich rechtzeitig vor dem naechsten Termin. Alle sechs Monate – mehr ist es nicht. Gerechnet wird ab Ihrer letzten Beratung. Das Datum behalten wir im Blick. 6 Monate Beratung nächste Beratung Alle sechs Monate. Gerechnet ab Ihrer letzten Beratung. Beratung 6 Monate nächste Beratung Wir melden uns rechtzeitig.
Und so weiter, solange Sie Pflegegeld beziehen – Sie müssen sich das Datum nicht merken.

Wann Ihr Termin fällig ist

  • Pflegegrad 2 bis 5halbjährlich verpflichtend, solange Sie Pflegegeld beziehen
  • Pflegegrad 4 und 5zusätzlich freiwillig einmal im Quartal möglich
  • Pflegegrad 1halbjährlicher Anspruch – freiwillig, keine Pflicht
  • Nur Sachleistungenebenfalls halbjährlich möglich, ganz ohne Pflicht

Rechtsgrundlage: § 37 Abs. 3 SGB XI. Maßgeblich ist das Datum der letzten Beratung – wir behalten es für Sie im Blick und melden uns rechtzeitig.

1 Wir schauen uns Ihre Lage an

Wie läuft der Alltag, wo hakt es, was wird schwerer? Wir hören zu und halten fest, was wichtig ist.

2 Wir gehen Ihre Unterlagen durch

Bescheid, Gutachten, Post von der Kasse: Wir erklären, was darin steht und was es für Sie bedeutet.

3 Wir zeigen, was Ihnen zusteht

Welche Leistungen passen zu Ihrer Situation – und welche lassen sich sinnvoll miteinander verbinden?

4 Sie bekommen einen Plan

Eine schriftliche Zusammenfassung mit den nächsten Schritten – und der Nachweis geht an Ihre Kasse.

Unser Leistungsumfang.

Damit Sie wissen, was Sie erwartet: Das sind die Schritte, die wir beim Beratungseinsatz gehen.

Inhalte der Beratung

  • Wir erfassen, was Sie brauchen
  • Wir ordnen die passenden Leistungen zu
  • Wir sortieren nach Dringlichkeit
  • Wir gehen die Möglichkeiten mit Ihnen durch
  • Wir erklären, wie die Anträge laufen
  • Sie erhalten Ihre schriftliche Zusammenfassung

Alles neutral, anerkannt und mit direkter Meldung an die Pflegekasse – damit Ihr Nachweis vollständig und fristgerecht vorliegt.

Rechtliche Einordnung

Der Deutsche Pflegebeistand arbeitet auf Basis des § 37 Abs. 3 SGB XI. Wir bieten sozialrechtliche Orientierung und Fachexpertise zur Pflegeversicherung.

  • ! Keine Rechtsberatung gemäß RDG.
  • ! Keine medizinische Diagnostik oder Therapie.
  • ! Neutralitätsgebot: Keine Vermittlung von Pflegekräften.

Wir führen ausschließlich den gesetzlich vorgesehenen Beratungseinsatz nach § 37 Abs. 3 SGB XI durch. Entscheidungen über Pflegegrade oder Geldleistungen trifft ausschließlich die Pflegekasse.

Was Ihre Pflegekasse danach erfährt.

Die häufigste Sorge vor dem Termin ist nicht der Besuch selbst, sondern die Frage: Was schreiben die über uns? Deshalb hier offen und vollständig, was das Gesetz vorsieht.

Nach dem Termin füllen wir das bundeseinheitliche Nachweisformular aus und übermitteln es elektronisch. Die Einschätzung bekommen Sie ebenfalls – und zwar zuerst.

Rechtsgrundlage: § 37 Abs. 4 SGB XI

  • geht immer mit Die Bestätigung, dass beraten wurde Datum und Durchführung des Beratungseinsatzes. Genau das ist der Nachweis, den Ihre Pflegekasse braucht, damit das Pflegegeld weiterläuft.
  • nur mit Ihrer Einwilligung Empfehlungen zur Pflegesituation Was sich zu Hause verbessern ließe und welche Leistungen dafür in Frage kommen. Diese Erkenntnisse gehen nur an die Kasse, wenn Sie zustimmen.
  • Ausnahme Wenn wir weiteren Beratungsbedarf sehen Stimmen Sie einer Weitergabe nicht zu, halten wir für die Kasse allein fest, dass aus fachlicher Sicht weitere Beratung angezeigt wäre – ohne Einzelheiten aus Ihrem Zuhause.

Was sich mit Begleitung ändert.

Der Unterschied zeigt sich meist nicht am Tag des Termins, sondern in den Monaten danach.

Ohne Begleitung

  • Unterlagen, die keiner überblickt
  • Erst handeln, wenn es brennt
  • Unklar, was eigentlich zusteht
  • Fristen im Blindflug
  • Wissen aus zweiter Hand

Mit dem DPB

  • Ein Plan, den alle verstehen
  • Leistungen rechtzeitig nutzen
  • Entscheiden mit klarem Kopf
  • Fristen sind gesetzt und im Blick
  • Fachwissen aus der Praxis
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Jetzt Nachweis sichern – wir übernehmen Durchführung und fristgerechte Übermittlung.

Häufige Fragen

Das fragen uns Pflegegeld­empfänger am häufigsten.

Fristen, Kosten, Ablauf, Datenschutz – die Fragen, die im Erstgespräch fast immer kommen. Ist Ihre Frage nicht dabei? Fordern Sie einen Rückruf an – wir melden uns werktags innerhalb weniger Stunden.

Wie oft muss ich den Beratungseinsatz machen?
Seit dem 1. Januar 2026 gilt ein einheitlicher Turnus: Wer Pflegegeld bezieht, muss den Beratungseinsatz bei Pflegegrad 2 bis 5 halbjährlich abrufen. Bei Pflegegrad 4 und 5 können Sie ihn zusätzlich freiwillig vierteljährlich in Anspruch nehmen. Bei Pflegegrad 1 ist die Beratung freiwillig. Maßgeblich ist das Datum der letzten Beratung – wir behalten Ihren Termin im Blick und melden uns rechtzeitig. Wie hoch das Pflegegeld je Pflegegrad ausfällt, haben wir gesondert zusammengestellt.
Was passiert, wenn ich den Termin versäume?
Die Pflegekasse muss das Pflegegeld dann angemessen kürzen und es im Wiederholungsfall ganz entziehen – so steht es in § 37 Abs. 6 SGB XI. Wie hoch die Kürzung ausfällt, legt das Gesetz nicht fest; das entscheidet Ihre Kasse im Einzelfall. Deshalb ist der fristgerechte Nachweis der eigentliche Kern dieses Termins. Falls eine Frist bereits verstrichen ist: Melden Sie sich trotzdem – ein zeitnah nachgeholter Einsatz lässt sich in der Regel noch geltend machen.
Was kostet mich der Beratungseinsatz?
Für Sie nichts. Die Kosten trägt Ihre Pflegekasse; wir rechnen direkt mit ihr ab. Es entstehen weder Zuzahlungen noch Fahrtkosten, und Sie müssen nichts vorstrecken.
Ist das eine Kontrolle oder eine Begutachtung?
Nein. Der Beratungseinsatz ist ausdrücklich keine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst und keine Überprüfung Ihrer Pflege. Es geht um Beratung und Unterstützung in der häuslichen Versorgung – und um den Nachweis, dass diese Beratung stattgefunden hat. Ihr Pflegegrad wird bei diesem Termin weder überprüft noch verändert. Wie eine echte Begutachtung abläuft, lesen Sie in unserem Ratgeber zur Vorbereitung auf die MD-Begutachtung.
Wie lange dauert der Termin und wie läuft er ab?
Rechnen Sie mit etwa 45 bis 60 Minuten bei Ihnen zu Hause. Wir schauen uns gemeinsam die aktuelle Situation an, klären offene Fragen zu Leistungen und Abläufen, gehen vorhandene Bescheide durch und halten die nächsten Schritte fest. Anschließend erstellen wir die Dokumentation und übermitteln den Nachweis an Ihre Pflegekasse – darum müssen Sie sich nicht kümmern.
Geht die Beratung auch per Video statt zu Hause?
Teilweise. Die erste Beratung muss bei Ihnen zu Hause stattfinden. Danach kann jede zweite Beratung per Video erfolgen – diese Möglichkeit ist derzeit bis zum 31. März 2027 vorgesehen. Viele Familien bleiben bewusst beim Hausbesuch, weil sich die Wohnsituation vor Ort besser einschätzen lässt.
Was sollte ich für den Termin bereitlegen?
Am hilfreichsten sind der Pflegegrad-Bescheid, das Gutachten des Medizinischen Dienstes (falls vorhanden) sowie aktuelle Schreiben Ihrer Pflegekasse. Wenn Sie diese Unterlagen nicht zur Hand haben, ist das kein Hindernis – der Termin findet trotzdem statt, und wir klären, was nachzureichen ist. Ist ein Bescheid aus Ihrer Sicht falsch, hilft unsere Seite zur Unterstützung bei Bescheiden und Widersprüchen weiter.
Ändert sich beim Beratungseinsatz künftig etwas?
Ja, aber später als zunächst geplant. Nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung (Kabinettsbeschluss vom 30. September 2026) läuft der Beratungseinsatz nach § 37 Abs. 3 SGB XI bis Ende 2028 weiter; erst ab 2029 soll ihn die sogenannte Pflegebegleitung ablösen – mit dann einem Termin pro Jahr statt halbjährlich. Ein Gesetz ist das noch nicht; bis dahin gilt der heutige Turnus unverändert weiter. Sobald das Gesetz beschlossen ist, informieren wir unsere Mitglieder aktiv über die Umstellung.
Muss ich den Beratungseinsatz von meinem Pflegedienst machen lassen?
Nein. § 37 Abs. 3b SGB XI lässt drei Wege zu: einen zugelassenen Pflegedienst, eine von den Landesverbänden der Pflegekassen anerkannte Beratungsstelle oder – nachrangig – eine von der Pflegekasse beauftragte Pflegefachperson. Sie wählen frei, auch wenn Ihre Kasse ein bestimmtes Formular mitschickt. Betreuungsdienste dürfen den Besuch dagegen nicht durchführen (§ 37 Abs. 9 SGB XI).
Ich bekomme Pflegesachleistungen – brauche ich den Termin auch?
Verpflichtend ist der Beratungseinsatz nur beim Bezug von Pflegegeld. Wer ausschließlich Sachleistungen von einem ambulanten Pflegedienst bezieht, kann die Beratung halbjährlich trotzdem in Anspruch nehmen – freiwillig und ebenfalls auf Kosten der Pflegekasse. Bei der Kombinationsleistung fließt anteilig Pflegegeld, deshalb gilt dort die Pflicht.
Was steht am Ende im Nachweis an die Pflegekasse?
Zwei Dinge sind zu trennen. Immer bestätigen wir der Kasse, dass die Beratung stattgefunden hat – das ist der eigentliche Nachweis. Nur mit Ihrer Einwilligung gehen zusätzlich die Erkenntnisse darüber mit, wie sich die häusliche Pflege verbessern ließe. Stimmen Sie nicht zu, halten wir gegenüber der Kasse lediglich fest, dass aus fachlicher Sicht weitere Beratung angezeigt wäre – ohne Einzelheiten (§ 37 Abs. 4 SGB XI).
Was bringt mir der Termin, außer die Pflicht zu erfüllen?
Der Beratungseinsatz dient laut Gesetz der Hilfestellung und der pflegefachlichen Unterstützung zu Hause (§ 37 Abs. 3a SGB XI). Wer darüber hinaus dauerhaft Hilfe beim Papierkram braucht, findet sie in unserer Bürokratieübernahme. Beim Termin selbst schauen wir mit Ihnen, welche Leistungen Sie noch nicht nutzen – etwa den Entlastungsbetrag, die Verhinderungspflege oder eine Pflegeschulung nach § 45 SGB XI. Viele Familien lassen Jahr für Jahr Geld liegen, weil sie von einer Leistung schlicht nichts wussten.
Muss die pflegende Angehörige beim Termin dabei sein?
Pflicht ist es nicht – sinnvoll fast immer. Das Gesetz beschreibt die Beratung ausdrücklich auch als praktische Unterstützung für die häuslich Pflegenden (§ 37 Abs. 3a SGB XI). Wer täglich pflegt, kennt die Situation am besten und hat meistens die konkreteren Fragen. Wenn es zeitlich nicht passt, führen wir den Termin selbstverständlich auch allein mit der pflegebedürftigen Person durch.
Kommen Sie auch in meine Region?
Unser Schwerpunkt liegt im Ruhrgebiet und im Ennepe-Ruhr-Kreis – etwa Witten, Bochum, Hattingen, Herdecke und Wetter (Ruhr). Ob wir darüber hinaus zu Ihnen kommen können, sagen wir Ihnen verbindlich, bevor Sie irgendetwas unterschreiben. Fordern Sie dazu einfach einen Rückruf an und nennen Sie Ihren Wohnort – die Antwort kommt werktags innerhalb weniger Stunden.

Quellen & Stand — 1. Oktober 2026. Rechtsgrundlage: § 37 SGB XI in der seit 1. Januar 2026 geltenden Fassung – Abs. 3 (Turnus, Videoberatung), Abs. 3a (Inhalt der Beratung), Abs. 3b und Abs. 7 (wer sie durchführen darf), Abs. 3c (Vergütung durch die Pflegekasse), Abs. 4 (Nachweis und Einwilligung), Abs. 6 (Folgen bei nicht abgerufener Beratung) , Abs. 8 (weitere zulässige Beratungspersonen) und Abs. 9 (Betreuungsdienste). Über Pflegegrad und Geldleistungen entscheidet ausschließlich Ihre Pflegekasse; wir leisten keine Rechtsberatung im Sinne des RDG.

Beratungseinsatz vereinbaren. Nachweis fristgerecht erledigen.

Wir übernehmen den vollständigen Beratungseinsatz nach § 37 Abs. 3 SGB XI und senden den Nachweis direkt an Ihre Pflegekasse – neutral, anerkannt und kostenfrei.

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